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Priv.-Doz. Dr. phil. habil. Berthold Grzywatz


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Der Nachdruck oder die Weiterleitung von Texten und Fotos an Dritte darf nur mit der Genehmigung von  Berthold Grzywatz er-folgen. Das Kopieren von Texten und Fotos und ihre Verwendung für eigene Zwecke ist nicht gestattet, insbe-sondere dürfen die Logos zu einzelnen Projekten nicht von Dritten verwendet werden.

Der Angriffs- und Vernichtungskrieg des totalitären Regimes Russlands und seines Diktators Wladimir Putin gegen die Ukraine verlangt Widerstand ohne Einschränkungen.

 

The war of aggression and annihilation of the totalitarian regime of Russia and its dictator Vladimir Putin against the Ukraine demands resistance without restrictions.

Berthold Grzywatz

Planspiele.

Eine musikalisch-literarische Performance in Zeiten der Krise

 

 

Diese musikalisch-literarische Performance mit Sprecher und drei Instrumenten (Klavier, Cello und Trompete) will sich unter dem Eindruck des gegenwärtigen Krieges in der Ukraine dem Thema Gewalt und Aggression sowohl aus der Täter- als auch Opferperspektive annähern.

Es wird ein differenziertes Szenarium entwickelt, das dem Publikum die Möglichkeit eröffnen soll, den Machtmissbrauch und seine Folgen mehrdimensional wahrzunehmen und zu diskutieren. Das Projekt will angesichts der aktuellen Krise den generationenübergreifenden Austausch bzw. Dialog befördern und insbesondere der jüngeren Generation Denkanstöße geben.

Die Texte werden in einer bildreichen Sprache nach den Wurzeln aggressiver Politik fragen, die Mechanismen gesellschaftlicher Zustimmung ausleuchten, das Soldatenschicksal, die Psychologie des Kriegsherrn sowie den Widerstand und das Leiden der Opfer mehrschichtig darstellen und die Hoffnung auf Frieden nicht vergessen.

Die Musik istl im Ansatz durchkomponiert werden, bietet aber auch Raum für spontan-improvisatorische Elemente in Kombination mit Zwischenspielen des Ensembles.

Die literarischen Texte der Performance übernimmt Berthold Grzywatz, dem auch die künstlerische Leitung übergeben ist. Musik und Komposition liegen in den Händen von Mathias Werner von der Musikschule Rendsburg, der zudem den Klavierpart übernimmt. Seine Kollegen Martin Sader am Cello und Sönke Nickels an der Trompete komplettieren das Musikerensemble.

Aufführungsort wird zunächst die Galerie [ Der Lokschuppen ] im Rendsburger Kreishafen sein, später soll die Performance auch an anderen Veranstaltungsorten durchgeführt werden, gedacht ist auch an die Möglichkeit von Schulaufführungen für die höheren Klassen.

 

 

Simulation Games.

A musical-literary Performance in Times of Crisis

 

This musical-literary performance with a speaker and three instruments (piano, cello and trumpet) wants to approach the topic of violence and aggression from both the perspective of the perpetrator and the victim under the impression of the current war in Ukraine.

A differentiated scenario is being developed that is intended to give the public the opportunity to perceive and discuss the multidimensional abuse of power and its consequences. In view of the current crisis, the project wants to promote cross-generational exchange and dialogue and give the younger generation  thought-provoking impulses in particular.

In a language rich in images, the texts will ask about the roots of aggressive politics, illuminate the mechanisms of social approval, depict the fate of soldiers, the psychology of the warlord and the resistance and suffering of the victims in a multi-layered manner, but not the hope for peace forget.

The music should be composed in the beginning, but also offer space for spontaneous improvisational elements in combination with interludes of the ensemble.

Berthold Grzywatz, who is also in charge of the artistic direction, is responsible for the literary texts of the performance. Music and composition are in the hands of Mathias Werner from the music school in Rendsburg, who also takes on the piano part. His colleagues Martin Sader on cello and Sönke Nickels on trumpet complete the ensemble of musicians.

The venue is initially to be the gallery [ Der Lokschuppen ] in the Rendsburg district port, later the performance is also to be carried out at other venues, and the possibility of school performances for the higher classes is also being considered.

 

 

 

 

Ausstellung in der Galerie [ Der Lokschuppen ]

2. September bis 21 Oktober 2022

Kai Dummann - Malerei

Berthold Grzywatz - Skulptur

Vernissage: Freitag, den 2. September um 19.30 Uhr

 

Berthold Grzywatz

Der Blick davor

 

Die neue Ausstellung in der Galerie [ Der Lokschuppen ] bietet eine ausdrucksvolle Begegnung der Malerei von Kai Dummann und der in Stein ausgeführten Skulpturen von Berthold Grzywatz.

Der 1993 in Kassel geborenen Kai Dummann hat freie Kunst an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart studiert. Er gehörte zur Fachklasse von Peter Chevalier, dessen Kunst durch surrealistische Inszenierungen geprägt ist, angetrieben durch das Interesse, das Unbekannte im Vorhandenen aufzuspüren.

 

Wie bei Chevalier spielt bei Dummann die Spontaneität des malerischen Prozesses, die Konzentration auf Farbe und Form, eine zentrale Rolle. Doch anders als sein Lehrer entfernt sich Dummann von jeglicher Form des Realismus oder der erzählerischen Impulse. Er findet sich in einer Ungegenständlichkeit wieder, die malerische Prinzipien gleichsam sinnlich erfahrbar machen. Daneben ist bei Dummann die Auseinandersetzung mit Fläche und Form unübersehbar. Durch vielfältige Schichtungen und stufenartige Organisation abstrakter Formen schafft er ein malerisches Ganzes, das in seiner eigenen Realität Bezug zu unserer Zeit nimmt.

 

Das konstruktive Gerüst dieser Malerei speist sich aus Linien, die von der Diagonalen dominiert werden. In ihren reichen Brechungen und Überlagerungen formt sie sich in der Fläche zu geometrischen Figuren wie Dreiecken und Parallelogrammen, die Dummann mit Kreissegmenten kombiniert. Die Abstraktion formuliert eine eigene Realität, um diesen Begriff noch einmal aufzunehmen, in der sich gleichfalls Empfindungen des Malers visuell andeuten.

 

Die Skulpturen von Berthold Grzywatz, vom Material her, Stein in der Kombination mit Stahl, verweigern sich in durchaus ähnlicher Weise wie bei Kai Dummann eindeutigen Form-Inhalt-Beziehungen; sie verwehren sich ebenso festen formalen Ordnungen wie inhaltlichen Stereotypen. Es werden vielmehr ästhetische Spielräume erkundet, indem die spezifischen Eigenheiten der eingesetzten Materialien sowie ihre Gegensätze ausgelotet werden.

 

Seine Arbeiten folgen Formprinzipien, die einerseits dem Auflösen der Fläche andererseits der Schwere der Masse Raum geben. Dieses Spannungsverhältnis wird durch differierende Oberflächenbehand-lungen und konstruktive Gegensätze weiter vertieft. Wenn sich daraus Kompositionen mit prägnanten Wechselspielen von Materialien und Formen ergeben, so eröffnen sich Assoziationen auf ein Geschehen, das die menschliche Existenz fundiert.

 

 

 

 

Ausstellung in der Galerie [ Der Lokschuppen ]

1. Juli – 23. Juli u. 16. August - 23. August  2022

 

Berthold Grzywatz

Fotografie und Skulptur

 

 

Berthold Grzywatz

Annäherung

Fotografie und Skulptur

 

Eine traditionell orientierte Fotografie mag von der Absicht geleitet sein, ein dreidimensionales Objekt, wie es in der Regel jede Skulptur darstellt, durch eine einzige Ansicht zugänglich zu machen. Die für den Betrachter verständliche Ansicht fordert die Konturenausrichtung, Kontrastreichtum und eine gleichmäßige Ausleuchtung. Dabei stellt sich die Frage, ob für das Verständnis der Skulptur ein bestimmter Blickwinkel gewählt werden muss oder ob sich das Werk erst über mehrseitige Aufnahmen erschließen lässt. Womöglich wird diese Herangehensweise durch die Absicht geprägt, das Konzept des Bildhauers erfahrbar zu machen.

Gleichwohl ist jede Fotografie eine Interpretation, denn der Künstler trifft Entscheidungen über Standpunkt, Beleuchtung oder Inszenierung des Werks.

Die Fotografien von Berthold Grzywatz, die sich dem skulpturalen Objekt zuwenden, sind unter dieser Perspektive durchaus sinnstiftend - mithin Instrument der Kommentierung. Unterdessen vermitteln sie einen kreativen Anstoß, der die Skulptur jenseits jeglicher Abbildungsfunktion in neuen Zusammenhängen erschafft.  Die Fotografie wird zum Mittel der Transformation, das Fotografieren zur Tätigkeit des Umformens. Der Übergang zur Zweidimensionalität beschreitet somit den Weg der Imagination mit überraschenden, vielleicht unerwarteten Begegnungen. Freilich kann und wird diese Arbeit nicht so weit vorangetrieben, dass das bildhauerische Werk zum austauschbaren Interpretationsgegenstand mutiert.

 

 

 

 Ausstellung in der Galerie [ Der Lokschuppen ]

7. Mai 2022 – 26. Juni 2022

 

Anja Mamero

Malerei

-

Berthold Grzywatz

Skulptur

 

Berthold Grzywatz

 

Line Up

 

Konstruktion und Komposition

 

Die Ausstellung „Line Up“ in der Galerie [ Der Lokschuppen ] zeigt großformatige Malerei von Anja Mamero sowie im Sandgussverfahren hergestellte Skulpturen von Berthold Grzywatz.

 

Die 1963 in Hamburg geborene Anja Mamero hat zunächst Industriedesign studiert und als Produktdesignerin in Kiel gearbeitet. Seit 2004 ist sie als selbständige Designerin tätig. Vier Jahre später erfolgte eine grundlegende künstlerische Neuorientierung, die von mannigfachen Kunstprojekten begleitet wird, ehe sie 2018 Studentin an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel wird. Zwei Jahre später schließt sie das Studium als Master of Fine Arts im Bereich Malerei ab. Als Stipendiatin der Stiftung Kunstfonds und der Muthesius Kunsthochschule kann sie die künstlerische Arbeit in ihrem Kieler Atelier fortführen. Die Teilnahme an der deutsch-dänischen Ausstellung „Experimenter/Experimente“ im Roten Palais des jütländischen Augustenborg dürfte ein wichtiger Erfolg dieser Tätigkeit sein.

 

Dass zentrale Gestaltungs- und Formelement der Malerei von Anja Mamero bildet die Linie, horizontal oder vertikal, gebündelt oder seriell, auf einer Basis fest aufstrebend, durch Rahmung in der Dynamik eingefangen oder in der Fläche spontan verdichtet, schräg, diagonal, mit breitem Pinselstrich aufgetragen. Die Flächen ihrer Bilder, in der Regel mit Acryl als Basis und Öl als Oberfläche, sind vielfältig geschichtet, von hell bis dunkel präpariert und farblich sparsam nuanciert. Die Konstruktion der Linien beruht häufig auf einer manuellen Arbeit, indem sie mit dem Messer mit unterschiedlicher Breite und Dichte in die Farbflächen geritzt werden. Daneben verwendet sie die Technik des Schlagschnur-Abdrucks. Bei dieser Arbeitsweise werden in Farbe getränkte Fäden auf die Leinwand gelegt und mit Gewichten an den Enden beschwert, um auf dem Untergrund Linien abzubilden.

 

Die rhythmische Regelmäßigkeit der Linien in der Fläche erfährt durch die handgeführte Ausführung eine Ambivalenz für das Sehen: Was für den fernen Blick wie ein ornamentales Muster wirkt, erweist sich in der Nähe als ein bewegtes Gespinst mit multiplen Zwischenräumen oder als eine Art Knotenschnur mit variantenreichen Körpern.

 

Der Maler und Fotograf Alexander Rodtschenko hat die Ansicht vertreten, dass sich in den Linien eine neue Weltsicht aufgetan hat, nämlich dem Wesen nach zu bauen und nicht abzubilden. In diesem Gedanken mag die Utopie einer nach klaren Prinzipien organisierten Welt zum Ausdruck kommen, womöglich die Hoffnung auf ein durch Kontrollierbarkeit und Gleichgewicht angelegtes Leben, gleichwohl steht die Ausdruckskraft der Linie als elementarer Kraft außer Frage.

Die auf der Basis der Linie gegründete Malerei Mameros mag einem organisierten Plan, einer systematischen Methode nach einem festgelegten Konzept, dem Prinzip der Wiederholung unterworfen sein, die Reihen freilich, d. h. die Wiederholungen und Variationen der Linie, verkörpern dennoch nicht Stillstand, gleichsam ein Einfrieren der Zeit, sondern Intensität, Energie und nicht zuletzt Bewegung, die jeder Abgeschlossenheit von der Welt entgegentreten.

 

Wenn nach der Funktion der Linie in den skulpturalen Arbeiten von Berthold Grzywatz gefragt wird, so lässt sich ohne Zweifel sagen, dass sie ein strukturgebendes Element ist: nicht in Form eines Rasters, sondern als Inventar der Komposition. Die Flächen seiner im Sandgussverfahren ausgeführten Werke folgen einer auf Beziehungen aufgebauten Ästhetik, die das Bildgefüge der Objekte, mithin deren Oberflächen, spannungsreich konstruieren. In das Konzept differierender Texturen zwischen Bewegung und Ruhe bricht die Linie ein, manchmal unmerklich, kaum wahrnehmbar, manchmal offen, dynamisch, mit Überlagerungen, mit freien und organischen Formen. Unterdessen immer in der Absicht, die Widersprüchlichkeit der Welt, ihre durch Zerrissenheit und Undurchschaubarkeit geprägte Einheit in der situativen Gestaltung zum Ausdruck zu bringen.

 

Berthold Grzywatz

Line Up

Construction and Composition

 

The exhibition "Line Up" in the gallery [ Der Lokschuppen ] shows large-scale paintings by Anja Mamero as well as aluminium sculptures made using the traditional sand casting by Berthold Grzywatz.

 

Born in Hamburg, Anja Mamero first studied industrial design and worked as a product designer in Kiel. Since 2004 she has been working as a freelance designer. Four years later, a fundamental artistic reorientation took place, accompanied by manifold art projects, before she became a student at the Muthesius Academy of Fine Arts in Kiel in 2018. Two years later, she graduates with a Master of Fine Arts degree in painting. As a scholarship holder of the Stiftung Kunstfonds and Muthesius Kunsthochschule, she is able to continue her artistic work in her Kiel studio. Her participation in the German-Danish exhibition "Experimente/Experimenter" in the Red Palace of Augustenborg in Jutland is likely to be an important success of this activity.

 

The central design and formal element of Anja Mamero's painting is the line, horizontal or vertical, bundled or serial, rising firmly from a base, captured in dynamics by framing or spontaneously condensed in the surface, oblique, diagonal, applied with broad brushstrokes. The surfaces of her paintings, usually with acrylic as a base and oil as a surface, are variously layered, prepared from light to dark and sparingly nuanced in color. The construction of the lines is often based on manual work, carving them into the color surfaces with a knife of varying width and density. In addition, she uses the technique of percussion line imprinting. In this method of working, threads soaked in paint are placed on the canvas and weighted with weights at the ends to trace lines on the support.

 

The rhythmic regularity of the lines in the surface experiences an ambivalence for the seeing through the hand-guided execution: What appears to be an ornamental pattern to the distant eye turns out to be a moving web with multiple spaces in between or a kind of knotted cord with variant bodies when viewed up close.

 

The painter and photographer Alexander Rodchenko has argued that a new world view has opened in the lines, namely, to build according to the essence and not to depict. This idea may express the utopia of a world organized according to clear principles, possibly the hope for a life based on controllability and balance, but at the same time the expressive power of the line as an elementary force is beyond question.

 

Mamero's painting, based on the line, may be subject to an organized plan, to a systematic method according to a fixed concept, to the principle of repetition, but the rows, i.e. the repetitions and variations of the line, nevertheless do not embody stasis, a freezing of time, as it were, but intensity, energy and, not least, movement, which oppose any seclusion from the world.

 

If one asks about the function of the line in the sculptural works of Berthold Grzywatz, it can be said without a doubt that it is a structuring element: not in the form of a grid, but as an inventory of the composition. The surfaces of his aluminium sculptures made by using the traditional sand casting follow an aesthetic built on relationships, which construct the pictorial structure of the objects, consequently their surfaces, full of tension. The line breaks into the concept of differing textures between movement and rest, sometimes imperceptibly, barely perceptible, sometimes openly, dynamically, with superimpositions, with free and organic forms. Meanwhile, always with the intention of expressing the contradictoriness of the world, its unity marked by disruption and impenetrability in the situational design.

 

 

 Ausstellung in der Galerie [ Der Lokschuppen ]

11. März 2022 – 30. April 2022

 

Jan Grollmuß

Malerei

-

Berthold Grzywatz

Skulptur

 

 

Berthold Grzywatz

"Never Stop"

 

Die neue Ausstellung im Lokschuppen zeigt Werke von Jan Grollmuß, die anstelle eines passenderen Ausdrucks der Malerei zugeordnet werden, sowie Skulpturen von Berthold Grzywatz, zu deren Materialien Aluminium, Edelstahl, Stahl und Lack gehören.

 

Der 1987 in Kiel geborene Jan Grollmuß ist Schüler der Muthesius Kunsthochschule. Im Jahr 2020 beginnt seine Arbeit als freier Künstler. Seit dieser Zeit darf er schon auf einige Ausstellungen im In- und Ausland zurückblicken.

 

Der Titel „Never Stop“ umschreibt beispielhaft das Muster der Arbeiten von Jan Grollmuß. Seine Kunst ist ebenso materialbetont wie prozesshaft. Sie verzichtet auf jeden figürlichen Ausdruck. Vielmehr entfaltet sie sich in monochromen Farbflächen, die als Konglomerate Struktur gewinnen, ohne emotionsgeladene Spannungen aufzubauen.

Die Verhaltenheit, vielleicht auch Stille, spiegelt sich in der Farbgebung von Grollmuß wider: Es dominieren Pastelltöne, natürliche und erdige Farben. Der farblichen Sensibilität steht indessen ein erregender Umgang mit den eingesetzten Materialien gegenüber.

 

Textilien treffen auf industriell gefertigte Stoffe, Spraylack oder Acryl auf natürliche Pflanzenfarbstoffe, Harz und Kreide auf Teer. Unsere Um- und Lebenswelt im weitesten Sinne wird bei Grollmuß zu einem Kraftfeld gegen Konventionen. Sie stellt gleichsam eine Werkbank dar, auf der Bekanntes, vielfach Vorgefundenes, zerlegt, neu entdeckt und variantenreicher Verarbeitung unterworfen wird.

 

Der ungewöhnliche Umgang mit dem Material, wie er sich bei Grollmuß zeigt, ist nicht ohne berühmte Vorbilder. Ein Beispiel sei ausdrücklich genannt: der Italiener Alberto Burri. Burri begann nach dem Zweiten Weltkrieg mit Substanzen wie Teer, Zink, Aluminiumstaub, Bimsstein, Sand und Industrieklebern zu experimentieren. Er ging so weit, dass er die gewählten Materialien nicht als einfaches Collagematerial, sondern als tatsächliche Farbe nutzte. Später wandte sich Burri Kunststoffen zu, bei deren Bearbeitung die Lötlampe zum kreativen, mit Berechnung eingesetzten Hilfsmittel wurde. Das sind nicht die einzigen Experimente, die Burris Werk auszeichneten; es sei unterdes angemerkt, dass seine Werke durch die Spannung zwischen Zufall und dessen Beherrschung charakterisiert sind.

 

Zweifellos gewinnt die Kunst von Jan Grollmuß entscheidende Akzente aus der Wirkung des Fragments. Das verbindet Grollmuß mit den skulpturalen Arbeiten von Berthold Grzywatz, der die Fragmentierung als formstiftendes Element einsetzt. In der Auflösung, in der mehrdeutigen Spannung zwischen Form und Formlosigkeit variiert Grzywatz vormals Vorhandenes und setzt es seinen Eingriffen aus. Das scheinbar Formlose macht Grzywatz zum Instrument einer neuen, wenn man so will, befreiten Individualität.

 

Die Ausstellung ist bis zum 30. April geöffnet und kann während der regulären Öffnungszeiten der Galerie besucht werden. D. h. Di, Do, Fr u. Sa zwischen 15.00 – 19.00 Uhr sowie am Mittwoch zum Spättermin zwischen 19.30 – 21.00 Uhr.

 

 

 

SEPSIS

 

Ausstellung in der Galerie [ Der Lokschuppen ]

6. Dezember 2021 – 4. März 2022

 

Berthold Grzywatz

Plastik, Video und Digital Image Processing Art

 

LANGER TAG DER KULTUR - REGION RENDSBURG

 

Contemporary Art im Lokschuppen

 

Ab 10.00 Uhr öffnet die Galerie  [ Der Lokschuppen] und veranstaltet Führungen durch die Ausstellung "Blauer Asphalt". Darüber hinaus wartet die Galerie mit einem erweiterten Programm zur "Digital Image Processing Art", dass digitale Arbeiten von Berthold Grzywatz zeigt.

Ausstellung  in der Galerie [ Der Lokschuppen ]

 

Malerei, Grafik - Jörg Kaminski

Installation, Skulptur, Digital Image - Berthold Grzywatz

 

Dauer der Ausstellung: 10. September – 22. Oktober 2021

Ausstellung in der Galerie [ Der Lokschuppen ]

 

20. Oktober - 30. November 2020

Ausstellung in der Galerie [ Der Lokschuppen ]

Malerei, Grafik, Collage - Werner Lohmann

Skulptur - Berthold Grzywatz

 

Ausstellung in der Galerie [ Der Lokschuppen ]

 

 

 

 

 

 

 

Berthold Grzywatz

 

Skulptur

und

Fotografie

 

 

 

 

 

 

Ausstellung in der Galerie [ Der Lokschuppen ]

Finissage

Helga Helmig und Martin Musiol, Malerei

Peter Bergmann, Skulptur

Berthold Grzywatz, Skulpturen und Fotografie

Ausstellung in der Galerie [ Der Lokschuppen ]

Grenzsituationen

Martin Musiol, Malerei und Geschnittenes Berthold Grzywatz, Metall- und Holzskulpturen

Ausstellung in der Galerie [ Der Lokschuppen ]

Spannungsfelder

Helga Helmig - Malerei

Berthold Grzywatz - Metallskulpturen

Ausstellung in der Galerie [ Der Lokschuppen ]

VERBINDUNGEN

Peter Bergmann - Skulptur

Berthold Grzywatz - Fotografie

Ausstellung in der Galerie [ Der Lokschuppen ]

STEINSTAHL

Berthold Grzywatz

Skulptur und Fotografie

Ausstellung in der Galerie [ Der Lokschuppen ]

VARIATIONEN

Tamer Serbay - CrossOver

Berthold Grzywatz - Skulpturen

Ausstellung in der Galerie [ Der Lokschuppen ]

KÖRPERIDENTITÄTEN

Berthold Grzywatz

Skulptur, Plastik, Fotografie

 

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