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Priv.-Doz. Dr. phil. habil. Berthold Grzywatz


Telefon: 0152 069 344 31

            04331 / 33 99 510

 

Berthold.Grzywatz@gmx.de

 

Mitglied im BBK Kassel-Nordhessen

Mitglied im BBK Schleswig-

Holstein

Mitglied Kulturnetz Region Rendsburg

Mitglied der VG Wort

Mitglied der VG Bild-Kunst

Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung zeitgenössi-scher Kunst e. V.

 

Kontakt

Besucherzahl:

572543

 

Der Nachdruck oder die Weiterleitung von Texten und Fotos an Dritte darf nur mit der Genehmigung von  Berthold Grzywatz er-folgen. Das Kopieren von Texten und Fotos und ihre Verwendung für eigene Zwecke ist nicht gestattet, insbe-sondere dürfen die Logos zu einzelnen Projekten nicht von Dritten verwendet werden.

 

 

EMPÖRE SICH EIN JEDER.

 

Der Angriffs- und Vernichtungskrieg des totalitären Regimes Russlands und seines Diktators Wladimir Putin gegen die Ukraine verlangt Widerstand ohne Einschränkungen.

The war of aggression and annihilation of the totalitarian regime of Russia and its dictator Vladimir Putin against the Ukraine demands resistance without restrictions.

 

Einmal im Jahr. Die Öffnung der Atelier-Galerie im Lokschuppen für die Allgemeinheit zu den landesweiten Sommerateliers in Schleswig-Holstein. Die Atelier-Galerie ist unabhängig von der Aus-stellungshalle des Lokschuppens eingerichtet, dessen laufende Ausstellung "Heroes of Work" weiterläuft. Es gibt die Möglichkeit, einen konzentrierten Einblick in meine bildhauerischen Arbeiten zu gewinnen.

 

 

Ankündigung der Ausstellung "Andernorts 2.0"

Galerie [ Der Lokschuppen ] vom 26. Juli 2024 bis 30. August 2024

 

 

„Andernorts 2.0“.

Ausstellung mit Hannelore Boländer, Barbara Brenner, Eike Brodersen-Marcks, Karen von Bülow, Sabine Former, Lilian Kreuzweg, Werner Lohmann, Katharina Papadopoulos, Karla Pelzer, Babett Pierer-Grocholl, Carmen Rienhoff, Mechthild Strunk und Elga Voss (Hamburg, Malerei, Grafik) sowie Berthold Grzywatz (Holzskulptur)

 

In einer bewegenden Gruppenausstellung zeigt die Galerie [ Der Lokschuppen ] Malerei und Grafik einer Hamburger Künstlergruppe und Holzskulpturen von Berthold Grzywatz. Die Gruppe präsentiert einen Maler und zwölf weitere Künstlerinnen, die sich, wie kann es anders sein, unter differenzierten thematischen Schwerpunkten, bildnerischen Techniken und Zielsetzungen der Malerei und Grafik verschrieben haben. Gemeinsam ist ihnen eine kollegiale Ausstellungspraxis, eine Existenz zwischen Leben und künstlerischer Berufung sowie die langjährige Kontinuität menschlichen Zusammenhalts.

 

Andernorts, der vielsagende Titel der Ausstellung trägt programmatischen Charakter; Die Suche nach dem Woanders, den Anderswo transzendiert das Hiersein, die Anwesenheit im Gegebenen. Betrachten wir das Gegenwärtige als Bühne, die von ihrer Ausstattung wie ihren Begegnungen lebt, werden wir angesichts der Vielgestaltigkeit der vorhandenen Probleme von Sprachlosigkeit geprägt. Die Suche nach Orientierung ist unerlässlich, die Hoffnung auf Zeichen Inspiration.

 

Malerei und Grafik der Gruppe sucht in freien Assoziationen die Konfrontation mit dem Anderweitigen. Räume für Fantasie, für Träume und individuelle Erfahrungen sollen erschlossen werden. Der malerische oder grafische Impuls ist für Formen und Farben sensibilisiert, öffnet sich den Schichtungen und ihrer Dynamik auf der Leinwand, gibt der Spontaneität des emotionalen Erlebens im künstlerischen Prozess Raum. Es ist immer wieder ein Anfang, Entwicklung in Permanenz, roh und ungeschminkt, auf dem Weg zu Bildideen, die mit dem Unerwarteten spielen. Die Polarität zwischen Gelebtem und Werk erweist sich als Schein, denn trotz aller Unterschiede wird diese durch Gleichzeitigkeit charakterisiert, oder, anders gesagt, durch den Zusammenhang allen realen Geschehens.

 

Der Bildhauer Berthold Grzywatz, auf den die Gruppe nicht verzichten wollte, stellt sich andernorts mit einem Skulpturenprogramm ein, welches das plastische Grundmaterial Holz massiv gliedert, bricht, aufreißt, mit Stahlmaterialien bürstet sowie partiell flächig schleift und beruhigt. Die farblich gefassten Skulpturen sind mit einer Ausnahme in intensiven Rottönen gehalten. Wenn auch in abstrakter Form geht die Gestaltung vom Abbild des Menschen aus. Dieser ist nicht holzfarben wie das Grundmaterial, sondern lebt mit den verschiedensten farblichen Haut- und Haartönen. Insofern präsentiert sich der Mensch ebenso als plastisches wie als farbliches Bild; Form und Farbe bilden mithin eine künstlerische Einheit. In der kulturellen Symbolik hat das Rot vielfältige Bedeutungen; für den Bildhauer Berthold Grzywatz ist es häufig ein Symbol der Erneuerung, demgemäß verbindet sich der Blick mit dem anderen Ort, mit dem Überwinden des unwirtlichen Wirklichen.

 

Ausstellungsdauer: 26. Juli 2024 bis 30. August 2024.

Vernissage: 26. Juli 2024, 19.30 Uhr.

Galerie [ Der Lokschuppen ], Am Kreishafen 35, 24768 Rendsburg

Öffnungszeiten: Di | Do | Fr | Sa 15.00 – 19.00 Uhr; Spättermin: Mi 19.30 – 21.00 Uhr. Vom 2. August bis 18. August Fr | Sa | So von 13.00 bis 17.00 Uhr.

 

 

Gedenkpark Himmelsbäume Jevenstedt am Ochsenweg

Skulptur "Himmelsleitern"

Ars Haervejen - Kunst am Weg

 

Der Verein Verweiste Eltern und trauernde Geschwister Schleswig-Hol-stein e. V. (VESH) richtet anlässlich seines 20jährigen Jubiläums einen Gedenkpark im Bereich der Gemeinde Jevenstedt ein. Meine Skulptur "Himmelsleitern", die vom Verein angekauft wurde, soll zu einem zentralen Aspekt dieses Erinnerungsortes werden.

Der Gedenkpark wird am 31. Mai 2024 in der Zeit von 15.00 bis 18.00 Uhr offiziell eröffnet. Mit der Eröffnung wird auch meine Stahlskulptur "Himmelsleitern" eingeweiht.

 
Es sprechen u. a.: Ministerpräsident Daniel Günther
                            Bischöfin Nora Steen im Sprengel
                            Schleswig und Holstein als Schirmherrin
                            Landtagsabgeordnete Birte Pauls
 
Für Musik sorgt neben anderen das Bläserquartett Selig unter der Leitung von Matthias Schoßnick.
 

 

Skulptur "Himmelsleitern" im Gedenkpark
Standort des Gedenkparks mit Skulptur "Himmelsleitern"

 

Das Werk thematisiert den Verlust eines geliebten Menschen, dessen Gegenwart nach einem kürzeren oder längeren Leben durch die Erinnerung gewahrt bleibt, symbolisiert durch das Leitermotiv als fortwährende Verbindung zwischen dem Gestern und Heute.

 

Nach dem Aufbau
Nach dem Aufbau - Blick vom Eingangsbereich zum Gedenkpark

 

Ausstellung in der Galerie [ Der Lokschuppen ]

 

„Heroes of Work“

Manfred G. Schwellies (Bad Karlshafen, Fotografie)

Berthold Grzywatz (Plastik)

7. Juni 2024 bis 19. Juli 2024

 

 

Unter dem Titel „Heroes of Work“ zeigt die Galerie [ Der Lokschuppen ] Fotografie von Manfred G. Schwellies und Plastiken von Berthold Grzywatz.

Manfred G. Schwellies, zurzeit in Bad Karlshafen lebend, ist als Fotodesigner, Industrie- und Produktfotograf gefragt, zudem hat er sich international einen Namen in der künstlerischen Fotografie gemacht. Schon 1978 wird er auf der Photokina Köln für seine künstlerische Leistungen ausgezeichnet und nur wenige Jahre später in die Deutsche Gesellschaft für Photographie berufen. Seine Ausbildung erhält er zunächst im Fotostudio der Karstadt AG, anschließend an der Fachhochschule für Kunst und Gestaltung in Dortmund.

Mitte der achtziger Jahre unterbricht Schwellies seine freiberufliche Tätigkeit, um ein Studium der Theologie und Philosophie in Augsburg aufzunehmen. Nicht zufällig führt ihn das Studium künstlerisch mit den Themen Wahrnehmung, Persönlichkeit und Identität zur Fotocollage und experimentellen Portraitfotografie. Die Dokumentation bleibt unterdessen ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit, die uns in der Werkreihe „Heroes of Work“ begegnet. Schwellies zeigt in klassischer Schwarz-Weiß-Fotografie arbeitende Menschen in der Schwerindustrie. Die Werke sind innerhalb von sechs Jahren an den verschiedensten Stätten des In- und Auslands entstanden. Sie zeigen nicht den Menschen als Teil des industriellen Prozesses, sondern sie rücken den Arbeiter in den Mittelpunkt, porträtieren ihn vor dem Hintergrund von Werkstatt und Fertigung.

Die Werke stehen weniger in der Tradition der Sozialfotografie, die im Wege der Dokumentation gesellschaftliche Ungleichheit anklagt. Schwellies begegnet dem industriellen Arbeiter vielmehr mit einem objektiven Blick, wenn auch nicht ohne Empathie. Er schenkt den Menschen Raum, hebt sie aus der Anonymität des industriellen Stoffwechsels heraus, ohne sie außerhalb ihres sozialen Kontextes zu isolieren.

Für die von der Abstraktion lebende Kunst Berthold Grzywatz‘ eine Herausforderung, auf die er variantenreich mit der Metallplastik reagiert. Die in Aluminium ausgeführten Werke sind – und darin liegt die Anknüpfung – Teil eines Fertigungsprozesses, der gleichsam industriellen Charakter trägt. Schließlich werden sie nach den Modellen des Künstlers in einer Gießerei hergestellt. Nach dem Guss bei Temperaturen von über 800° Celsius verlangen die Werke vielfältige Formen der Bearbeitung, die an den Schmutz der industriellen Rohstofffabrikation denken lässt. Am Ende, in der Ausstellungshalle, steht der Betrachter vor den hochpolierten oder gestrahlten Flächen der Plastiken, ohne von der Düsterheit der Herstellung etwas zu ahnen.

 

Ausstellungsdauer: 7. Juni 2024 bis 19. Juli 2024.

Vernissage: 7. Juni 2024, 19.30 Uhr.

Galerie [ Der Lokschuppen ], Am Kreishafen 35, 24768 Rendsburg

Öffnungszeiten: Di | Do | Fr | Sa 15.00 – 19.00 Uhr; Spättermin: Mi 19.30 – 21.00 Uhr.

Veranstalter: Gesellschaft zur Förderung zeitgenössischer Kunst e. V.

 

Under the title "Heroes of Work", the [ Der Lokschuppen ] gallery is showing photography by Manfred G. Schwellies and sculptures by Berthold Grzywatz.

Manfred G. Schwellies, who currently lives in Bad Karlshafen, is in demand as a photo designer, industrial and product photographer and has also made a name for himself internationally in the field of artistic photography. As early as 1978, he was honored for his artistic achievements at Photokina Cologne and only a few years later was appointed to the German Photographic Society. He initially trained at the Karstadt AG photo studio and then at the University of Art and Design in Dortmund.

In the mid-1980s, Schwellies interrupted his freelance work to study theology and philosophy in Augsburg. It was no coincidence that his studies led him artistically to photo collage and experimental portrait photography with the themes of perception, personality and identity. Meanwhile, documentation remains an important part of his work, which we encounter in the "Heroes of Work" series. Schwellies shows people working in heavy industry in classic black and white photography. The works were created over a period of six years at various locations in Germany and abroad. Rather than showing people as part of the industrial process, they focus on the workers, portraying them against the backdrop of the workshop and production.

The works are less in the tradition of social photography, which laments social inequality through documentation. Instead, Schwellies approaches the industrial worker with an objective gaze, albeit not without empathy. He gives people space, lifts them out of the anonymity of industrial metabolism without isolating them outside their social context.

This is a challenge for Berthold Grzywatz's abstract art, to which he responds in a variety of ways with metal sculpture. The works executed in aluminum are - and therein lies the connection - part of a production process that has an industrial character, so to speak. After all, they are produced in a foundry according to the artist's models. After being cast at temperatures of over 800° Celsius, the works require various forms of processing that are reminiscent of the dirt of industrial raw material production. At the end, in the exhibition hall, the viewer stands before the highly polished or blasted surfaces of the sculptures, without suspecting anything of the grimness of their production.

 

Exhibition duration: June 7, 2024 to July 19, 2024. 
Vernissage: June 7, 2024, 7.30 pm. 
Gallery [ Der Lokschuppen ], Am Kreishafen 35, 24768 Rendsburg
Opening hours: Tue | Thu | Fri | Sat 15.00 - 19.00 hrs; Spättermin: Wed 19.30 - 21.00 hrs.
Organizer: Society for the Promotion of Contemporary Art e. V.

 

 

Art in Work

Neue Skulpturen

 

Beispiel: One Love - Frontseite (Ausschnitt - siehe Skulpturen/Holz)

 

Ausstellung in der Galerie [ Der Lokschuppen ]

 

„Spur und Verdichtung“

Ilka Christof (Kassel, Malerei)

Berthold Grzywatz (Skulptur)

19. April 2024 bis 31. Mai 2024

 

 

Unter dem Titel „Spur und Verdichtung“ zeigt die Galerie [ Der Lokschuppen ] Malerei von Ilka Christof und Skulpturen von Berthold Grzywatz.

 

Die im westfälischen Hagen geborene und in Kassel arbeitende Malerin Ilka Christof hat visuelle Kommunikation und freie Grafik an der Hochschule für bildende Künste Kassel studiert. Im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit steht über Jahrzehnte das freie, auf die Fantasie gegründete Zeichnen, bis sie Ende der achtziger Jahre den abstrakten Expressionismus entdeckt, der sie nicht mehr loslässt.  Aus der Abschottung der inneren Fantasie heraustreten, die Gegenständlichkeit überwinden heißt es, und sich der Spontaneität des Malprozesses stellen. Doch der Umgang mit der Freiheit, verbunden mit der körperlichen Aktion, der freien Geste und dem authentischen Ausdruck des Selbst stellt eine Herausforderung dar, die einen radikalen Bruch verlangt. Dieser Bruch gestaltet sich bei Christof als Neuanfang in Kombination mit tradierten Maltechniken, die sich auf die Verdichtung, auf das Übereinanderlagern von Farbschichten konzentrieren. Die Rückbindung an den abstrakten Expressionismus spiegelt sich in der Formlosigkeit, dem Ungegenständlichen wider. Doch vergessen wir nicht, jede Formlosigkeit hat eine Form. Und schon zeigen persönliche Erfahrungen, Verluste, die Vergänglichkeit der Existenz; sie erzwingen eine weitere Wende, mit sich Christof auch wieder den Dingen hingibt.

 

Die von Berthold Grzywatz präsentierten Skulpturen leben von der freien Form. Einerseits entfalten sie eine expressive Diktion, entwerfen zerklüftete Flächen, die scheinbar ohne Halt sind, andererseits vermitteln sie eine strenge Kompositionsweise, die einfache Grundformen in Szene setzen. Die Gestaltung ist ebenso absichtsvoll wie intensiv, wenn auch nicht oberflächlich eindeutig. Wie in einem Brennspiegel verweisen sie auf die Spuren menschlicher Realität, auf Gefühle, Stimmungen, Sehnsüchte, Wahrnehmungen.

 

Ausstellungsdauer: 19. April 2024 bis 31. Mai 2024.

Vernissage: 19. April 2024, 19.30 Uhr.

Galerie [ Der Lokschuppen ], Am Kreishafen 35, 24768 Rendsburg

Öffnungszeiten: Di | Do | Fr | Sa 15.00 – 19.00 Uhr; Spättermin: Mi 19.30 – 21.00 Uhr.

 

 

Gallery [ Der Lokschuppen ] - Rendsburg

 

"Trace and condensation".

Exhibition with Ilka Christof (Kassel, painting) and Berthold Grzywatz (sculpture)

 

Under the title "Spur und Verdichtung", the [ Der Lokschuppen ] gallery is showing paintings by Ilka Christof and sculptures by Berthold Grzywatz.

 

Born in Hagen, Westphalia, and working in Kassel, the painter Ilka Christof studied visual communication and free graphics at the Kassel University of Fine Arts. For decades, her artistic work centred on free drawing based on her imagination, until she discovered abstract expressionism at the end of the 1980s, which she never let go of.  Stepping out of the isolation of her inner fantasy, overcoming representationalism and facing up to the spontaneity of the painting process. But dealing with freedom, combined with physical action, free gesture and the authentic expression of the self, represents a challenge that demands a radical break. In Christof's work, this break takes the form of a new beginning in combination with traditional painting techniques that concentrate on condensation and the layering of layers of colour. The return to abstract expressivism is reflected in the formlessness, the non-representational. But let us not forget that every formlessness has a form. And personal experiences, losses, the transience of existence are already evident; they force a further turning point, with which Christof also devotes himself to things again.

 

The sculptures presented by Berthold Grzywatz are characterised by their free form. On the one hand, they unfold an expressive diction, creating jagged surfaces that are seemingly without support; on the other hand, they convey a strict compositional style that emphasises simple basic forms. The design is as intentional as it is intense, even if it is not superficially clear. As in a burning mirror, they point to the traces of human reality, to feelings, moods, longings and perceptions.

 

Exhibition duration: 19 April 2024 to 31 May 2024.

Vernissage: 19 April 2024, 7.30 pm.

Gallery [ Der Lokschuppen ], Am Kreishafen 35, 24768 Rendsburg

Opening hours: Tue | Thu | Fri | Sat 3.00 - 7.00 pm; Show date: Wed 19.30 - 21.00 hrs.

 

Ausstellung in der Galerie [ Der Lokschuppen ]

 

„Architektur und Landschaft“

Wolfgang D. Mehnert – Malerei

Berthold Grzywatz – Skulptur

1. März 2024 bis 5. April 2024

 

Unter dem Titel „Architektur und Landschaft“ zeigt die Galerie [ Der Lokschuppen ] Malerei von Wolfgang D. Mehnert und Skulpturen von Berthold Grzywatz.

 

Wolfgang D. Mehnert hat Kunst in Frankreich studiert; seine erste Ausstellung, der Studienabschluss mit der Gruppe seines Jahrgangs fand im Jahr 1970 in Aix-en-Provence statt. Nur zwei Jahre später kehrt er zurück ins universitäre Leben, studiert Architektur in Konstanz und Hamburg. Anschließend arbeitet er langjährig als Architekt im kommunalen und privaten Bereich, u. a. ist er an der Ausführung berühmten Feuerwache von Zaha Hadid auf dem Vitra-Werksgelände in Weil am Rhein beteiligt. Doch die Malerei ruht während dieser Zeit nie. Einzel- und Gruppenausstellungen in Frankreich, Deutschland und der Schweiz reihen sich nachhaltig aneinander, seine Werke befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen des In- und Auslands.

 

Wenn Mehnert Landschaften betrachtet und sie in Malerei umsetzt, wird er vom raumgestaltenden Blick des Architekten angetrieben: Er nimmt Linien wahr, sieht hinter dem scheinbar Willkürlichen der Natur ordnende Strukturen, die über Stimmungen hinaus auf vielfältige Bedeutungen verweisen.

 

In einer seiner textlichen Skizzen spricht Mehnert die stets gegenwärtige Veränderung an, die von vielen nicht bemerkt werden will. Geradezu ein Stichwort für die neuen Holzskulpturen von Berthold Grzywatz, die in einem Zyklus von der „Verlorenen Generation“ sprechen: Vom Bewusstsein einer Veränderung ohne Retourenschein. Ausgehend von der naturgegebenen Form nutzt Grzywatz die Ausdruckskraft des Farblichen, um das plastische Objekt hervorzuheben.

 

Ausstellungsdauer: 1. März 2024 bis 5. April 2024.

Vernissage: 1. März 2024, 19.30 Uhr.

Galerie [ Der Lokschuppen ], Am Kreishafen 35, 24768 Rendsburg

Öffnungszeiten: Di | Do | Fr | Sa 15.00 – 19.00 Uhr; Spättermin: Mi 19.30 – 21.00 Uhr.

 

 

Under the title "Architecture and Landscape", the [ Der Lokschuppen ] gallery is showing paintings by Wolfgang D. Mehnert and sculptures by Berthold Grzywatz.

 

Wolfgang D. Mehnert studied art in France; his first exhibition, the graduation with the group of his year, took place in Aix-en-Provence in 1970. Just two years later, he returned to university life and studied architecture in Constance and Hamburg. He then worked for many years as an architect in the municipal and private sectors, including his involvement in the realisation of Zaha Hadid's famous fire station on the Vitra factory premises in Weil am Rhein. But his painting never stopped during this time. Solo and group exhibitions in France, Germany and Switzerland followed one after the other, and his works can be found in private and public collections in Germany and abroad.

 

When Mehnert looks at landscapes and translates them into painting, he is driven by the architect's space-shaping gaze: He perceives lines, sees organising structures behind the seemingly arbitrary of nature, which point beyond moods to manifold meanings.

 

In one of his textual sketches, Mehnert addresses the ever-present change that many do not want to notice. This is almost a keyword for the new wooden sculptures by Berthold Grzywatz, which speak of the "Lost Generation" in a cycle: Of the awareness of a change without a return. Starting from the natural form, Grzywatz uses the expressive power of colour to emphasise the sculptural object.

 

 

Ausstellungsvorausschau 2024

 

 

„Architektur und Landschaft“

Wolfgang D. Mehnert – Malerei

Berthold Grzywatz – Skulptur

1. März 2024 bis 5. April 2024

 

„Spur und Verdichtung“

Ilka Christof – Malerei

Berthold Grzywatz – Skulptur

19. April 2024 bis 31. Mai 2024

 

„Heroes of Work“

Manfred Schwellies – Fotografie

Berthold Grzywatz – Skulptur

7. Juni 2024 bis 19. Juli 2024

 

Sommerateliers Schleswig-Holstein.

Ein Kooperationsprojekt der künstlerischen Berufsverbände Schleswig-Holsteins und Süddänemarks

Juni 2023

 

Andernorts 2.0

Hannelore Boländer, Barbara Brenner, Eike Bordersen-Marcks, Karen

von Bülow, Sabine Former, Lilian Kreuzweg, Werner Lohmann, Katha-

rina Papadopoulos, Karla Pelzer, Babett Pierer-Grocholl, Carmen Rien-

hoff, Mechthild Strunk, Elga Voss – Malerei

Berthold Grzywatz – Skulptur

26. Juli 2024 – 30. August 2024

 

„Unverborgen“

Hiltrud Esther Menz – Malerei

Berthold Grzywatz – Skulptur

6. September 2024 bis 11. Oktober 2024

 

4. Forum Junge Kunst

8. November 2024 bis 6. Dezember 2024

Begleitendes Programm

 

 

Die Galerie [ Der Lokschuppen ] und das Forum Junge Kunst erhalten weitere Unterstützung durch die neu gegründete "Gesellschaft zur Förderung zeitgenössi-scher Kunst" e. V.

Die gemeinnützige Gesellschaft über-nimmt den Ausstellungsbetrieb der Galerie und organisiert sämtliche Veranstaltungen.

Sie versteht sich als kreative Vermittlerin bildender Kunst in Stadt, Kreis und Land.

 

4. Forum Junge Kunst

8. November 2024 bis 6. Dezember 2024

Begleitendes Programm

 

Die Ausschreibungsunterlagen werden demnächst präsentiert und digital verschickt.

 

Eine wichtige Erfahrung - im Guggenheim Museum New York 2023

 

Kunst im kommunalen Raum.

Die öffentliche Einweihung meines Werkes "Der Migrant" in der Gemeinde Ahnatal (Landkreis Kassel)

Die Skulptur "Der Migrant" im Zentrum der Gesamtanlage
Ahnatal - Öffentliche Anlage nach dem Entwurf von Berthold Grzywatz mit der Skulptur "Der Migrant"
Öffentliche Anlage mit der Skulptur "Der Migrant" (Ausschnitt)

 

BERTHOLD GRZYWATZ

Der Migrant oder die existentielle Ungewissheit

 

Meine Damen und Herren,

angesichts einer Welt, die hässlich ist, und die von Tag zu Tag hässlicher wird, wie ich jüngst in einem zeitgenössischen Roman gelesen habe, angesichts der Erfahrung von Macht und Ohnmacht, von Freiheit und Unfreiheit, von Gut und Böse, angesichts der Herrschaft technologischen Denkens und der Dominanz einer an Sachbezügen ausgerichteten Rationalität und Wissenschaft, angesichts von Krieg, Terror, Vertreibung und Flucht scheinen Orientierungen zu fehlen, die einer ethisch begründeten Humanität verpflichtet sind.

Der Globalität des menschlichen Seins ist es indessen ständig aufgegeben, dieses Sein einem positiv begründeten Wandel zu unterwerfen, der sich auf die Minderung sozialen Leidens und die Mehrung sozialer Wohlfahrt, auf die Abschaffung von Gewalt und Unfreiheit richtet, ohne dass dabei die zeitgemäßen Möglichkeiten und Bedingungen aus dem Blick geraten.

Mein heute in Ahnatal öffentlich enthülltes Werk ist im Zusammenhang einer Werkreihe entstanden, die sich mit der Wirklichkeit des Menschen, seinem Handeln und Verhalten in der Verflechtung mit dem Mitmenschen auseinandersetzt und insbesondere das Verhältnis von Fremde und Fremdsein in der gesellschaftlichen Wirklichkeit thematisiert.

Das Unvertraut-sein mit individuellen Existenzen, die auf einer abweichenden Kultur gründen, erzeugt Distanz und macht den Migranten zum Fremden. Seine Umwelt wahrt Distanz, die nicht nur in emotionaler Ablehnung, sondern auch in Gewalt umschlagen kann, wie es hinlänglich in unserer Zeit bekannt ist. Der als fremd Wahrgenommene sieht sich insofern einer Situation ausgesetzt, in der er sich selbst auf Dauer innerlich fremd fühlt. Verbleiben Zugewanderte im Status des Fremdseins werden die Anstrengungen unserer Gesellschaft auf Integration dauerhaft gefährdet und hintertreiben ein auf Humanität gründendes Miteinander.

Wenn ich auf die Umsetzung dieser Gedanken im Werk zu sprechen kommen darf, so sei zunächst erwähnt, dass es sich um einen in Aluminium ausgeführten Metallguss handelt, der nach einem von mir in Holz und Modellierungsmasse gefertigten Modell ausgeführt wurde. Bei einer Höhe von knapp 230 cm war ein Guss in einem Stück nicht möglich, so dass eine Zerlegung des Modells erforderlich war und nach dem Gießen entsprechende Schweißarbeiten anfielen. Zudem musste für eine stabile Basis aus Aluminium und Stahl gesorgt werden.

Die gegossene Skulptur ruht auf einer fragilen Spitze und entfaltet sich schwungvoll nach oben, um sich im letzten Viertel nach links zu neigen und zu öffnen. Eine kontrastierende Oberflächenbehandlung steigert die dynamische Höhenentwicklung und gibt dem Werk eine komplexe Tiefe. Für die Vorderseite habe ich eine glatte Oberfläche geschaffen, die allein durch klare lineare Fügungen gegliedert ist. Die Rückseite wurde hingegen mit einer rauen Textur versehen, die durch modellierte Bruchlinien in sich bewegte Strukturen erhielt.

Die unsichere Position des Fremden im Verhältnis von Mehrheit und Minderheit spiegelt sich im Werk an der äußerst schmalen Basis wider, die sich zwar nach oben hoffnungsvoll verbreitert, aber insgesamt bleibt die Stellung in der strikten Höhenentwicklung zerbrechlich. Der dynamische Zug in die Vertikale deutet zugleich die Ungewissheit der Existenz des Fremden an. Das Empfinden der gesellschaftlichen Umwelt als Bedrohung wird durch die abschließende Linksneigung der Skulptur noch verstärkt. Unmittelbar soll dadurch auch das Moment der Abwehr angesprochen werden.

Die Zwiespältigkeit eines Daseins zwischen Nähe und Distanz macht das Werk zudem durch die differenzierte Gestaltung der Flächen deutlich: Die polierten Texturen des Frontbereichs einerseits sowie die grob schrundigen Texturen des rückwärtigen Bereichs andererseits verweisen auf ein widersprüchliches Leben und Erleben, wie wir es im Schicksal des Fremden beobachten können. Selbst die Angebote auf Integration, was ich in der glatten Fläche der vorderen Seite andeuten will, stellen sich als spannungsreich heraus, weit entfernt von einer konfliktfreien Situation des Aufeinander-Zugehens.

Die Skulptur des „Migranten“ möchte insgesamt mehr sein als ein bildlicher Ausdruck zwischen Außen und Innen, zwischen fremd und vertraut, zwischen nah und fern. Nähe und Vertrautheit im Innenleben einer Gesellschaft gehören nicht zu deren selbstverständlichen Voraussetzungen. Sie müssen vielmehr im ständigen Dialog erarbeitet und gelebt werden. Der Außenseiter, die Randgruppe oder die soziale Minderheit stellen Gegebenheiten einer jeder Gesellschaft dar, selbst wenn sie demokratisch verfasst ist und der auf Interessenausgleich angelegte Kompromiss ihre praktische, politisch geübte Lebensform bildet.

Insofern ist „Der Migrant“ auch ein Symbol für das als latente Bedrohung empfundene Fremde in seiner Allgegenwärtigkeit, für die inneren, auf Ab- und Ausgrenzung beruhenden Konflikte einer Gesellschaft, die der Anstrengung aller bedürfen.

Als Künstler wünsche ich mir, dass der Ort dieses Kunstwerks zu einem Ort der Reflexion, der Begegnung und inneren Einkehr, aber auch des Fragens und Prüfens wird, mithin zu einem Standort, der stets auffordert, unser Selbstverständnis im politischen Kontext zu hinterfragen.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

 

Rede zur öffentlichen Einweihung

Öffentliche Anlage mit der Skulptur "Der Migrant"
Öffentliche Anlage mit dem "Migranten" (Ausschnitt)

 

BERTHOLD GRZYWATZ

The migrant or existential uncertainty

 

Ladies and Gentlemen

In view of a world that is ugly and that is becoming uglier by the day, as I recently read in a contemporary novel, in view of the experience of power and powerlessness, of freedom and lack of freedom, of good and evil, in view of the dominance of technological thinking and the dominance of a rationality and science oriented towards factual references, in view of war, terror, expulsion and flight, there seems to be a lack of orientations that are committed to an ethically founded humanity.

The global nature of human existence, however, constantly requires that this existence be subjected to a positively justified change, which is directed towards the reduction of social suffering and the increase of social welfare, towards the abolition of violence and lack of freedom, without losing sight of the contemporary possibilities and conditions.

My work, which was publicly unveiled today in Ahnatal, was created in the context of a series of works that deals with the reality of human beings, their actions and behaviour in relation to their fellow human beings and, in particular, the relationship between strangers and being strangers in social reality.

Being unfamiliar with individual existences based on a different culture creates distance and makes the migrant a stranger. His environment maintains a distance that can turn not only into emotional rejection but also into violence, as is well known in our time. The person perceived as a foreigner is thus exposed to a situation in which he or she feels inwardly foreign in the long run. If immigrants remain in the status of strangers, the efforts of our society to integrate them are permanently endangered and undermine a coexistence based on humanity.

If I may speak about the realisation of these thoughts in the work, it should first be mentioned that it is a metal casting made of aluminium, which was executed according to a model I had made in wood and modelling clay. With a height of almost 230 cm, it was not possible to cast it in one piece, so that the model had to be dismantled and corresponding welding work had to be done after casting. In addition, a stable base made of aluminium and steel had to be provided.

The cast sculpture rests on a fragile top and unfolds sweepingly upwards to tilt and open to the left in the final quarter. A contrasting surface treatment enhances the dynamic height development and gives the work a complex depth. For the front, I created a smooth surface, structured solely by clear linear joins. The back, on the other hand, was given a rough texture, which was given moving structures through modelled break lines.

The uncertain position of the stranger in the relationship between majority and minority is reflected in the work in the extremely narrow base, which widens hopefully towards the top, but overall the position remains fragile in the strict height development. At the same time, the dynamic move into the vertical indicates the uncertainty of the stranger's existence. The sense of the social environment as a threat is intensified by the final leftward tilt of the sculpture. This is also intended to directly address the moment of defence.

The ambivalence of an existence between closeness and distance is also made clear in the work by the differentiated design of the surfaces: the polished textures of the front area on the one hand and the roughly chapped textures of the rear area on the other point to a contradictory life and experience, as we can observe in the fate of the stranger. Even the offers of integration, which I want to suggest in the smooth surface of the front side, turn out to be full of tension, far from a conflict-free situation of approaching each other.

All in all, the sculpture of the "migrant" wants to be more than a pictorial expression between outside and inside, between foreign and familiar, between near and far. Closeness and familiarity in the inner life of a society do not belong to its self-evident prerequisites. Rather, they have to be worked out and lived in constant dialogue. The outsider, the marginalised group or the social minority are realities of every society, even if it is democratically constituted and compromise based on the reconciliation of interests is its practical, politically practised way of life.

In this respect, "The Migrant" is also a symbol for the omnipresence of the foreign, which is perceived as a latent threat, for the internal conflicts of a society based on exclusion and marginalisation, which require the efforts of all.

As an artist, I hope that the site of this work of art will become a place of reflection, encounter and inner contemplation, but also of questioning and testing, and thus a site that constantly challenges us to question our self-image in a political context.

Thank you for your attention.

 

Speech at the public inauguration

Öffentliche Anlage mit der Skulptur "Der Migrant"
Öffentliche Anlage nach dem Entwurf von Berthold Grzywatz
Der Migrant nach der Fertigstellung

 

 

Einladung zur Enthüllung des Kunstwerks

"Existentielle Ungewissheit oder der Migrant" von Künstler Berthold Grzywatz

 

Liebe Ahnatalerinnen und Ahnataler,

 

wir laden Sie herzlich zur Enthüllung des Kunstwerks "Existentielle Ungewissheit  oder der Migrant" von Künstler Berthold Grzywatz ein.

 

 

Datum:          Samstag den 28.10.2023 

Beginn:         12.00 Uhr 

Ort:                Am Standort des Kunstwerks am

                      Kreisel am Ortseingang von Ahnatal-

                      Weimar (Kreisel Im Kreuzfeld).

 

 

Die Eröffnung erfolgt durch mich als Bürgermeister, gefolgt von der Präsentation des Kunstwerks durch den Künstler. Anschließend wird die Fachabteilung Jugend und Kultur die Bedeutung des Kunstwerks für die Gemeinde Ahnatal erläutern.

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 

Ihr Bürgermeister

Stephan Hänes

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