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Priv.-Doz. Dr. phil. habil. Berthold Grzywatz


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Kunstgalerie [ Der Lokschuppen ]

Am Kreishafen 35, 24768 Rendsburg

- Direkt an der Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal -

Gefördert von

 

 

Galerie [ Der Lokschuppen ] - Programmteil "Pandemiebedingte Investitionen zur Erhaltung und Stärkung der bundesweit bedeutenden Kulturlandschaft für Museen, Ausstellungshäuser und öffentlich zugängliche Gedenkstätten.

 

 

Auf Grund der Förderung durch das Kulturstaatsministerium im Rahmen des Programms "Neustart Kultur" wird die Galerie [ Der Lokschuppen ] am 1. Juni 2021 wieder geschlossen. Die Galerie wird umfassend moder-nisiert, zukünftig wird es insbesondere möglich sein, digitale Formate verstärkt zu präsentieren.
 

Mit den pandemiebedingten bzw. Zukunftsinvestitionen in die Galerie [ Der Lokschuppen ] sowie deren Ausstellungshalle soll die Stellung dieser Einrichtung in der kulturellen Infrastruktur der Region ebenso gestärkt wie ihre Attraktivität langfristig gesichert werden.

 

Maßnahmen in den Ausbau der informationstechnischen Ausstattung der Galerie dienen der Optimierung ihrer Zukunftsfähigkeit, u. a. durch die Entwicklung mobiler und digitaler Ausstellungsformate, während die Modernisierung der Nutzflächen, der ökologisch aktualisierten klimatischen Raumsituation und der sanitären Einrichtungen insgesamt den öffentlichen Auftritt der Galerie nachhaltig steigern sowie ihre Zugänglichkeit bzw. Berrierefreiheit und Attraktivität als kulturelle Begegnungsstätte substanziell verbessern.

 

Zwischenzeitlich hat sich auch das Land Schleswig-Holstein im Rahmen des vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur aufgelegten Programms zur "Sicherstellung der Eigenanteile" an den Mittel zur Modernisierung der Galerie beteiligt.

 
Neueröffnung: 10. September 2021.

 

Zur Konzeption der Ausstellungshalle Galerie [ Der Lokschuppen ]

 

 

Der Lokschuppen ist ebenso ein Ort künstlerischer Produktion wie ein Ort der Ausstellung regional und überregional tätiger Künstlerinnen und Künstler.  An der Schnittstelle des ländlich-urbanen Raums im Zentrum Schleswig-Holsteins versteht sich die Galerie als Vermittlerin zeitgenössischer Kunst.

 

Die Ausstellungspraxis bezieht sich auf tradierte Formate, geplant ist indessen, in Zukunft verstärkt auch mit digitalen Präsentationsformen zu arbeiten. Mit den digitalen Vermittlungsformaten wird es insbesondere möglich sein, die Statik des Analogen und damit des örtlich gebundenen Objekts zu überwinden. Auf diese Weise öffnet sich der Weg für räumlich unabhängiges Arbeiten. Kooperationen mit regionalen und nationalen Künstlerinnen und Künstlern finden im Rahmen der Entwicklung von Einzelprojekten statt.

 

Mit dem Forum Junge Kunst wird eine im jährlichen Rhythmus wiederholte Kunstausstellung geschaffen, die zunächst regional ausgerichtet ist, zukünftig aber in Einzelschritten überregionalen Charakter erhalten soll. Damit wird ein Ausstellungsformat eingerichtet, das sich insbesondere jüngeren Menschen zuwendet. Dieses Format soll schon im Jahr 2022 durch die Reihe „Young Artists in Residence“, das sich solchen Künstlerinnen und Künstlern widmet, die nach Abschluss ihres Studiums versuchen, sich mit ihrer künstlerischen Praxis zu etablieren. Diese Reihe soll in Zukunft durch ein Format erweitert werden, mit dem Ausstellungsmöglichkeiten für Studierende der bildenden Künste realisiert werden. Die Galerie [ Der Lokschuppen ] möchte damit insgesamt zu einen Präsentationsort junger Kunst werden.

 

Angesprochen werden sowohl das Fachpublikum als auch die allgemeine interessierte Öffentlichkeit, darüber hinaus durch ausgesuchte Veranstaltungen Jugendliche und Kinder.

 

Die Galerie wird hauptamtlich von PD Dr. Berthold Grzywatz als Produzentengalerie geführt, der zudem Ausstellungen kuratiert.

 

Die Galerie arbeitet auf der Grundlage privater finanzieller Mittel sowie projektbezogener öffentlicher Förderung und privatem Sponsoring.

 

 

Die Ausstellungshalle während der Modernisierung im August 2021

 

Neuer Zugang zum Atelier u. Digitalanlage (Ausstellung "Blauer Asphalt")
Blick nach Süden mit neuen Fenstern, Boden und Heizung
Blick nach Norden mit digitaler Anlage
Blick nach Westen mit digitaler Anlage und Zugang zum neuen Behinderten-WC

 

Die neu gestaltete Ausstellungshalle im Oktober 2020

 

Die Ausstellungshalle der Galerie nach der Modernisierung (Detailansicht)

 

Zur neuen Ausstellung "Umgang mit dem Unbewussten" präsentiert sich die Ausstellungshalle des Lokschuppens nach drei Jahren erfolgreicher Präsentation moderner Kunst in neuer Form. Nach aufwendiger Arbeit wurde die Ausstellungshalle ein wenig von ihrer Vergangenheit entlastet. Mit der neuen Beleuchtung und der effizienteren Ausführung der elektrischen Anlagen wirkt der Ausstellungsraum offener, lichter und insgesamt großzügiger.  Das wird allen zukünftigen Ausstellungen zugute kommen.

 

Die modernisierte Ausstellungshalle in linksseitiger Ansicht
Die modernisierte Ausstellungshalle in rechtsseitiger Ansicht
Detailansicht der modernisierten Ausstellungshalle
Detailansicht der modernisierten Ausstellungshalle
Die modernisierte Ausstellungshalle mit Blick auf den Eingangsbereich
Die modernisierte Ausstellungshalle linksseitig des Eingangs
Linksseitiger Blick auf den Eingangsbereich der modernisierten Ausstellungshalle
Detailansicht des Eingangsbereichs der modernisierten Ausstellungshalle
Rechtsseitiger Blick auf den Eingangsbereich der modernisierten Ausstellungshalle
Der Lokschuppen - Bearbeitung 3.0

 

Zur Geschichte der Galerie:

 

Die Galerie [ Der Lokschuppen ] ist in einem Gebäude untergebracht, das im Rendsburger Kreishafen unmittelbar an der Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal liegt. Es handelt sich um einen ehemaligen Lokschuppen, in dem die Wartung der Rangierloks stattfand, als zum Rendsburger Kreishafen noch Schienenverkehr und Rangierbetrieb gehörten. Das Gebäude stand jahrelang leer und war zwischenzeitlich fast vollständig zugewachsen.
 
Im Oktober 2016 konnte ich das Gebäude von der HaGe AG Kiel übernehmen und in neunmonatiger Arbeit das dazugehörige Grundstück freilegen sowie den Lokschuppen innen und außen in aufwendiger Arbeit renovieren.

 

Die eigentliche Lokhalle dient als Galerie bzw. Ausstellungshalle, in der auch Lesungen und andere Veranstaltungen stattfinden; in den Nebenräumen ist das Atelier eingerichtet, das PD Dr. Berthold Grzywatz als Bildhauer, Installationskünstler und Fotograf benötigt.


Der Charakter eines industriellen Gebäudes ist auch nach der Modernisierung im Jahre 2020 noch gut erkennbar, wenngleich den Präsentationsbedürfnisse nunmehr größeren Raum gegeben wird. Mit der Lokschuppen-Galerie wurde ein besonderer Ort für die Kunst etabliert, im Zusammenwirken von Galerie, Hochbrücke, Eisenbahnen und Schiffen wird der Kunst ein aufregender Rahmen gegeben. Skulpturen im Außenbereich werden diese Wahrnehmung intensivieren.

 

 

Der Lokschuppen nach der Renovierung und Eröffnung im Juli 2017

 

Galerie [ Der Lokschuppen ] - Ansicht von der Kanalseite
Der Lokschuppen
Der Lokschuppen - Digital Image Processing - SX 1

 

Die Konzeption der Ausstellungshalle nach der Eröffnung im Juli 2017

 

Die Ausstellungshalle aus stirnseitiger Sicht
Die Ausstellungshalle aus Sicht des Eingangsbereichs
Der Lokschuppen 2017 - Bearbeitung Nr. 1.0

 

Von der Industriebrache zur Galerie – wie aus einem Lokschuppen eine Galerie für aktuelle Kunst wurde.

 

 

Am diesjährigen SH-Cup (2018) wird im größeren Rahmen auch Kunst gezeigt, unter anderem durch die Galerie [ Der Lokschuppen ], die von Berthold Grzywatz als Bildhauer und Fotograf betrieben wird. Kunst in einem Lokschuppen, wie ist das möglich? Es ist schon Jahrzehnte her, als der Rendsburger Kreishafen noch durch einen vielfältigen Rangierbetrieb oder, genauer gesagt, durch einen Gütertransport auf Schienen beherrscht wurde. Die unentbehrlichen Rangierloks der Kreisbahn benötigten eine Wartungshalle, die am Ende des Kreishafens direkt vor der Hochbrücke eingerichtet worden war.

Der Lokschuppen - Interieur

 

Ein Gebäude, in dem die Mechaniker rege arbeiteten, mitunter so angespannt, dass man erst spät bemerkte wie eine Rangierlok gegen die rückwärtige Mauer der Halle fuhr und das Mauerwerk zu durchbrechen drohte.

 

Der Lokschuppen - Interieur

 

Nachdem sich der Schienenverkehr aus dem Kreishafen verabschiedet hatte, fristete der Lokschuppen nur noch ein Schattendasein: Zunächst Reparaturwerkstätte für Kraftfahrzeuge, dann Lagerort und schließlich, infolge der völligen Vernachlässigung, eine Brache, die sich gegen die wuchernde Natur nicht zu wehren wusste. Meterhohes Buschwerk, Bäume und abweisendes Brombeergestrüpp machten den Lokschuppen zu einem Teil der „Wildnis“ im hinteren Bereich des Kreishafens. Geliebt wurde er nur von jenen Bedürftigen, denen ein Zuhause fehlte. Für diese Menschen waren die Brombeerhecken ein Schutz, nicht zuletzt gegen unliebsame Zaungäste.

 

Der Lokschuppen - Interieur

 

Trotzdem wurde der Lokschuppen wiederentdeckt und sein Potential für ganz andere Bestimmungen erkannt. Als ich vor dem völlig verwilderten Grundstück stand, zufällig, an einem beliebigen Vormittag, sah ich ein von der überschäumenden Natur befreites weißes Gebäude, in dem sich Menschen versammelten, um der Musik zu lauschen, einem Literaten zuzuhören oder um Kunst zu betrachten. Diese flüchtige Vorstellung ließ mich nicht mehr los. Sobald ich die Scheu vor der zweifellos langwierigen Arbeit der Sanierung abgelegt hatte, ging es zügig ans Werk.

 

Der Lokschuppen - Interieur

 

Die Natur ließ sich freilich nicht einfach zähmen, so manche Dornen wehrten sich gegen den Zugriff. Zudem gab es allerlei Überraschungen: verrottetes Diebesgut, ein fast vollständiger Haushalt in einer Brombeerhöhle, defekte Decken im Gebäude, Fenster, die tagtäglich dem Wind Einlass gewährten. Doch Schritt für Schritt schälte sich ein Solitär aus den Häutungen der Natur heraus. Nach dem abschließenden Anstrich, den nicht nur verwirrte Blicke, sondern auch Anfragen über eine eventuell mögliche Anmietung begleiteten, streckte sich ein nicht zu übersehender Sonderling vor der Rendsburger Hochbrücke aus. Schon bald öffnete er seine Türen für die zeitgenössische Kunst. Nach ersten Ausstellungen zeigt sich [ Der Lokschuppen ] darüber hinaus auch als ein Ort, der das sportliche und kulturelle Ereignis des SH-Cups zu bereichern weiß.

 

Der Lokschuppen - Interieur
Der Lokschuppen - Bearbeitung Nr. 2.0

Schiffspassagen

Berthold Grzywatz

Die verückte Kleckserei

Ein Kunstprojekt

I

 

Das Projekt „Die verrückte Kleckserei“ hatte es sich zum Ziel gesetzt, Schülerinnen und Schüler im Alter von 7 bis 10 Jahren auf natürliche und aktionsbetonte Weise in Form eines Action Paintings mit Formen moderner Malerei vertraut zu machen und im Ansatz eine Sensibilität für Farben zu vermitteln. Für diesen Zweck stellte die Galerie einen Palettenzaun zur Verfügung, der von der Firma HaGe Port gesponsert wurde. Der Zaun wurde von mir als dem Betreiber der Galerie in Eigenarbeit installiert und für das Action Painting vorbereitet, d. h. geschliffen, grundiert und mit einer Basisfarbe versehen.

 

Zwischenzeitlich fanden vorbereitende Gespräche mit den beteiligten Lehrerinnen der Schule am Ochsenweg, Abt. Westerrönfeld statt, zudem wurde das Projekt auf einem Elternabend vorgestellt. Anschließend besuchte ich die Schulklassen, um die Kinder in Formen moderner Malerei, insbesondere den abstrakten Expressionismus, einzuführen. Vor allem machte ich die Schüler mit den Werken der Maler Jackson Pollack und Ernst Wilhelm Nay vertraut. Die Schüler hatten dabei reichlich Gelegenheit, ihre Eindrücke über die vorgestellten Formen der Malerei darzulegen.

 

Leider konnten sich die konkreten Aktionen auf Grund der Witterungsbedingungen nicht unmittelbar anschließen. Es musste passendes Wetter abgewartet werden. Die zeitliche Verzögerung tat dem Projekt jedoch keinen Abbruch, die Kinder der beteiligten Klassen, insgesamt ca. 50 Schülerinnen und Schüler, beteiligten sich mit großem Engagement an dem Projekt.

 

An den nach Klassen eingeteilten Aktionstagen wurden die Schüler jeweils in Zweiergruppen aufgeteilt. Jede Gruppe erhielt zwei Farben und jeweils ein Palettensegment als Aktionsfeld. In einem ausgewählten zeitlichen Rhythmus wurden die Farben erst in der Gruppe und anschließend jeweils von Gruppe zu Gruppe gewechselt, so dass von den bereitgestellten 22 Farbtönen ein Großteil in jeder Gruppe zur Verfügung stand.

 

Für die praktische Durchführung war es hilfreich, dass die Lehrkräfte an den Aktionstagen jeweils zu zweit zugegen waren. Zudem konnten die Lehrerinnen das Arbeitsverhalten in ihren Klassen detailliert einschätzen, so dass die notwendigen Pausen arbeits- und leistungsgerecht angesetzt werden konnten.

Im Anschluss an das konkrete Action Painting gab es eine Aufbereitung mit den Kindern, mithin einen Erfahrungsaustausch, in dem vor allem die Schülerinnen und Schüler Zeit fanden, ihren Empfindungen Ausdruck zu geben.

 

Das Projekt muss abschließend als erfolgreich bezeichnet werden: Die Kinder hatten in einer Gruppenerfahrung eine kreative Begegnung mit moderner Kunst, deren Nachhaltigkeit sich auch darin ablesen ließ, dass viele Kinder nach den Aktionstagen mit ihren Eltern den Weg in die Galerie fanden, um ihre eigenen Arbeiten vorzustellen.

 

 

II Action Painting

III Nach dem Action Painting

Der Lokschuppen - Digital Image Processing - SX 3
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