"Verfremdungen" - Werkzyklus

         Verfremdung als Gestaltungsform

 

Als Gestaltungsform bezieht sich Verfremdung auf Eingriffe, mit denen Objekte auf unübliche Weise dargestellt werden. Das Gewohnte  oder die gewohnte Sicht der Dinge wird „fremd“ gemacht, während das durch die künstlerische Arbeit konstituierte Neue sowie die damit vermittelte Wirklichkeit die Wahrnehmung des Betrachters herausfordern soll. Durch die Technik der Verfremdung kann dem Bekannten eine neue ästhetische Qualität gegeben oder ästhetische Wirkungen erzielt werden, die vertraute Sinngebungen durchbrechen.

Die auf neue Art gezeigten Objekte entnehme ich der Natur oder dem industriellen Alltag. Durch die Fokussierung auf Ausschnitte und elementare Formen werden abstrakte Kompositionen entworfen, die das Stoffliche der äußeren Gestalt reduzieren und den räumlichen Zusammenhang vernachlässigen, so dass die Wiedererkennbarkeit der Dinge, die Wirklichkeit möglicherweise als eine scheinbare enthüllt wird.

Diese Ziele werden durch Kontrastierungen von Schärfe und Unschärfe, insbesondere aber durch ein expressives Nutzen der Farbigkeit unterstützt. Es ließe sich sogar sagen, die Farbe wird in diesen Bildern zum Akteur, um nicht nur die Realität der Objekte zu erhöhen, sondern auch um das Wahrnehmen zu differenzieren.

 

 

Ausschnitte aus dem Werkzyklus "Verfremdungen"

Verfremdungen 1
Verfremdungen 2
Verfremdungen 3
Verfremdungen 4
Verfremdungen 5
Verfremdungen 6
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