"Verbindungen" - Werkzyklus

Im Werkzyklus „Verbindungen“ stehen Schrauben und Muttern als fotografische Gegenstände im Mittelpunkt des künstlerischen Anliegens. Als Träger fügen sie Teile zu einem Objekt, zu einem Ganzen zusammen. Der zu Grunde liegende Prozess stellt kein Sich verbinden, sondern eine bewusste Konstruktion dar.

Die dabei beobachteten Formen sind überaus variationsreich: einerseits allein, wenig auffällig, geradezu unscheinbar, dann wieder gewichtig oder gar monumental, andererseits in Gemeinschaft, sei es nun gepaart oder in geordneter Reihung.

Zugleich werden verschiedene Zustände thematisiert: etwa die sorgfältig instand gehaltene oder durch die Wahl anspruchsvoller Materialien charakterisierte Ausführung, ebenso dem Jetzt und seinen Aufgaben wie zukünftiger Dauerbelastung verpflichtet, oder die unter den Belastungen der Zeit korrodierte, mitunter vergessene Form. Überdies finden sich Zustände, in denen die Träger ohne Gebrauch sind, ja womöglich unter Spannung stehen, da sie neue Aufgaben erwarten.

Im Ergebnis des funktionalen Gebrauchs entsteht immer eine kommunikative Beziehung, mit der, wenn wir die präsentierten Objekte als Metaphern für das menschliche Sein interpretieren, der Egoismus, die zum Prinzip erhobene eigene Besonderheit überwunden ist. In der Konstruktion der Beziehungen wird das Ich gleichsam von sich selbst als ausschließlichem Orientierungspunkt befreit und damit zugleich die Möglichkeit eröffnet, sich selbst auf vermittelte Weise zurückzuerhalten.

 

Ausschnitte aus dem Werkzyklus "Verbindungen"

Verbindungen 28
Verbindungen 45
Verbindungen 48
Verbindungen 41
Verbindungen 49
Verbindungen 25
Verbindungen 43
Verbindungen 39
Verbindungen 1
Verbindungen 2
Druckversion Druckversion | Sitemap
Copyright und Webdesign: Berthold Grzywatz